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Christoph Nichelmann: „Die Melodie“ (1755) – Kapitel 38

[Ediert von Christoph Hust und Clarissa Thiem. Vorläufige Fassung – nicht endredigiert, nicht kommentiert; die Notenbeispiele folgen.]

[79] Das XXXVIII. Capitel.

Fortgesetzte Betrachtungen über die Unvollkommenheit der Monodie in Ansehung des Mangels der Mannigfaltigkeit der Harmonie.

Es entstehen aus dem monodischen Verfahren, in Absicht auf die Mannigfaltigkeit der Harmonie, um desto mehr Unschicklichkeiten, je weniger das Ohr eines Setzers auf die Harmonie und auf die Fortschreitungen derselben also empfindlich geworden ist, daß sein Gesang daraus herfließen könne; und je weniger er sich eine Fertigkeit erworben hat, den Fortgang des Fundamental-Tons selbst, auf eine seinen Absichten gemäße Art zu lenken und zu richten.

Man betrachte diese Zusammensetzung: Num. 36. und man wird finden, daß sowohl das ekelhafte in dem Gesange der Ober-Stimme, als das falsche in dem Zusammenklange, nur aus dem übelbeobachteten Fortgange der Harmonie entstehet.

Die Schranken, so der Componist der Harmonie des Haupt-Tones gesetzet hat, oder die Figur, in welcher derselbe die Harmonie des Haupt-Tones, A dur, eingeschlossen hat, sind der Umfang einer Quinte. Diese Figur wird von dem Componisten zu drey verschiedenenmalen in eine andere Ton-Art versetzet, und macht, weil sie den gantzen harmonischen Dreyklang darstellet, jedesmal einen neuen Modum. Nun gieng zwar bey diesen vier Tacten, das Absehen des Setzers hauptsächlich dahin, in die Quinte des Haupt-Tones zu kommen, weil er eben auf der Harmonie dieser Quinte, ein gewisses harmonisches Spiel anbringen wollte, worauf sich bey nahe der Ausdruck dieser Zusammensetzung gründet. Allein welcher unbequemen Mittel hat er sich nicht dazu bedienet? Die Harmonie der Quinte steht mit dem Accord des Haupt-Tones in dem ersten und nächste[n] Grade der Verwandschaft, und der Componist bedienet sich, um in dieselbe zu kommen, in dem dritten Tacte der Harmonie, der übergelegenen Terzie des Tones, als der Harmonie eines Intervalls, welche nur mittelst der darunter verstandenen Harmonie der Quinte statt findet; mithin sind die Mittel, so er angewendet hat, um so weniger zur Erreichung seiner Absicht geschickt, da die Quinte, als sein vorgesetzter Zweck, selbst zu einem Mittel dienen muste, die angewandten Mittel Platz finden zu lassen. Der Fortgang der einzelnen Töne in der Ober-Stimme wurde nicht, in Absicht, und um der Kraft der Harmonie oder der Grund-Töne willen, sondern nur blos nach Gutdünken, und ohne dieselben, bestimmet. Die viermahlige Wiederholung einer und eben derselbigen Figur, in einem und eben demselben Tact-Theile, macht ferner [80] diese Folge widrig, und unangenehm, ja fast unerträglich. Wir lieben zwar die Ordnung, aber noch mehr die Verschiedenheit, weil die Monotonie, oder das einförmige, uns von Natur zuwider ist. »Etwas gefällt uns eben nicht darum, weil es einfach ist, und es gefällt uns nicht im höhern Grade, weil es noch einfacher ist, sondern, weil es viel verschiedenes in sich hat, ohne daß es aufhöre einfach zu seyn. Jemehr ein Ding verschiedenes in sich hat, und dabey nicht aufhöret einfach zu bleiben, jemehr gefällt es uns. Einfalt und Verschiedenheit müssen beysammen seyn. Jene muß diese in Schranken fassen, diese muß jener ihre Anmuth mittheilen.[«] Br. Crit. Dichtk.

Die Folge dieser einzelnen Töne, die also ohne Absicht auf den Fortgang der Harmonie, und die noch mehr ohne Absicht auf einen mit der Natur des besondern Vorhabens ähnlichen Fortgang der Harmonie bestimmet ist, kan folglich bey der Zusammenfügung, und der Vereinigung mehrerer Stimmen, die da nur eine Vereinigung der Töne, mit ihren ursprünglichen Quellen ist, nicht anders, als den Mangel der Aehnlichkeit, und der Uebereinstimmung zwischen derselben und der Absicht, so wie die Unrichtigkeit der Folge der verschiedenen Zusammenstimmungen an sich, desto deutlicher zu erkennen geben.

So ist auch der Baß, oder die Grund-Stimme zu dieser Folge, allhier so ungewiß, und so zweydeutig, als unrichtig die Verbindung der unterschiedlichen Accorde an sich ist.

Um aber diesen Gesang und Zusammenklang auf eine der Absicht des Setzers gemäße Art ausstehlich zu machen, so würde es nöthig seyn, den Fortgang der Harmonie und den darauf sich gründenden Gesang ungefähr also zu bewerkstelligen: Num. 37.

Nichts ist gefährlicher, und sowohl dem Ausdrucke, als dem guten Geschmacke zugleich schädlicher, als sich den Eingebungen der erhitzten Einbildungs-Kraft dergestalt zu überlassen, daß man bey den Werken der Kunst, nur hauptsächlich um Zierathen, nicht aber um die wesentlichen Eigenschaften einer Sache bemühet ist. Der Geschmack an den allerbesten Dingen, wird durch die Länge der Zeit, und durch allzuhäuffigen Gebrauch abgenutzet. Wie vielmehr muß es also da geschehen, wo man nicht die Sache selbst, sondern nur Verzierung sucht. »Man belästiget alsdenn die einfältigsten Dinge mit einem falschen Schmuck; man leget ihnen etwas geheimnis volles, etwvas spitzsinniges bey, mit einem Worte, man verfällt in einen unnatürlichen Zwang und Affectation, welches der zweyte Abweg, und das der [81] Rohigkeit entgegenstehende Uebel ist: ein Uebel, von welchem man viel schwerer wieder zurück kömmt, als von diesem letztern.[«]

Die Fehler, so da in Absicht auf die bloße Verbindung der Töne, aus dem nicht bedachten Fortgange der Harmonie, entstehen, sind von unendlich verschiedener Art. Bald verzögert ein monodisch-verfahrender Setzer, diesen nothwendigen und beständigen Fortgang der Harmonie, zu lange, und veranlaßet eben dadurch, eine verdrießliche Monotonie. Bald unterbricht er, von einem ungefehren Einfalle, oder von einer blos einfach-verbundenen Folge einzelner Töne geleitet, denselben, und entzieht folglich denen nach und nach erfolgten verschiedenen Zusammenstimmungen, das gute Verhältniß, welches sie sowohl unter sich, als auch insbesondere dasjenige, welches sie mit dem Haupt-Tone, welcher für sie ein Ganzes ist, haben sollen.

In einem gewissen Singliede enthält der erste förmliche Schluß oder Cadenz ins F. als in den Haupt-Ton des Stückes, acht Tacte. Die zweyte Cadenz ins C. als in die Quinte des Haupt-Tones erfolget abermals, nach acht Tacten. Eben dieser Schluß in die Quinte wird in den darauf folgenden zween Tacten noch einmal wiederholet, so, daß die Modulation im C. überhaupt zehen Tacte beträgt. Nun ist es ein bekannter Satz, daß der Haupt-Ton eines jeden Liedes nur erst aus dessen Ende deutlich erhelle; (in fine videbitur, cujus toni) und daß folglich der Schluß eines jeden Stückes, oder die Modulation in dem Haupt-Tone, besonders müsse befestiget werden, damit der Haupt-Ton vor den Neben-Tönen hervorrage.

Es hat aber der dritte Theil dieses Stückes, dessen Anfang Num. 38. aufgezeichnet ist, und in welchem das Ende, oder der Schluß desselben zubereitet wird, alhier nicht einmal so viel Tacte, als der mittlere Theil, oder die Ausweichung des Haupt-Tones in seine Quinte, als einen Neben-Ton. Denn so nimmt dieser letztere Theil dieses Stückes, nur acht Tacte ein. Der Haupt-Ton wird uns folglich so wenig eingepräget, daß wir denselben noch weniger vernehmen, als einen dem Haupt-Tone verwandten Neben-Ton. Wo bleibet da die Symmetrie, so in dem Verhalte der unterschiedlichen Theile untereinander sowohl, als gegen das Gantze eines jeden besonderen Stückes, herschen soll. Nicht zu gedenken, daß der allhier in den zween ersten Tacten befindliche Gesang schon seiner Natur nach, eine Versetzung in den Grund- oder Haupt-Ton zu erfodern scheint, welche, ohne denselben mangelhaft zu lassen, nicht weg bleiben kann.

[82] Vielleicht ist in der Num. 39. befindlichen Aenderung, ohne dem Gesange Eintrag zu thun, der Haupt-Ton mehr vorbereitet, und durch den kleinen Zusatz, am Ende, das Stück mehr erweitert worden. Zum wenigsten hat dasselbe in Ansehung des Verhalts der unterschiedlichen Theile, aus welchen es bestehet, durch die Hinzufügung dieses Paar Num. 40. angezeigter Tacte, schon mehr Vollkommenheit erhalten.

Die Monodie hat um destoweniger Gegenstände, je weniger sie den Eindruck der zusammengesetzt-empfundenen Harmonie voraus setzet, und aus selbigen herfließt. Der bloße Unterschied der einzelnen Töne, in der Folge der Töne einer einzelnen Stimme, in so ferne sich dieselbe nicht auf einen etwas bedeutenden Fortgang der Grundklänge gründet, und dieselben empfindlich darstellet, macht einen gar zu leichten, und einen gar zu flüchtigen Eindruck auf die Sinne. Die Veränderungen der blos einzelnen Töne, bleiben nur mehr in dem Ohre, und dringen selten bis in das innere der Seele.

Die der Seele so natürliche Bewegung wird folglich um desto weniger unterhalten, jemehr ein Setzer die einzelnen Töne blos dergestalt hintereinander verbindet, daß er nicht zugleich dabey auf einen solchen Fortgang der vielfachen Harmonie bedacht ist, der seinem Vorhaben gemäß, und dasselbe zugleich mit zu befördern geschickt ist.

Warum misfällt uns im Exempel Num. 41. diese Zusammensetzung, und bringt ihrer sonst nicht eben unrichtigen Zusammenfügung ohngeachtet, dennoch Ekel und Ueberdruß zuwege? Ist es nicht vornehmlich aus dieser Ursache, weil der herrschende Gesang derselben nicht aus dem Eindrucke einer solchen Folge verschiedener Uebereinklänge geflossen ist, die da geschickt wäre, unser Verlangen nach einer mannigfaltigen Harmonie zu frieden zu stellen, und dadurch die unserer Seele so natürliche Bewegung zu unterhalten?

Eine und eben dieselbige Zusammenstimmung belästiget das Ohr während des ganzen ersten Tactes, bey einer ohnedem ganz langsamen Bewegung; und eben diese Zusammenstimmung wird um desto ekelhafter, weil der Gesang der herrschenden Ober-Stimme, die Octav des Grund-Tones in eben diesem ersten Tact, zu verschiedenen malen wiederholet, und dadurch zugleich eine verdrüßliche Monotonie verursachet.

Der folgende zweyte Tact wechselt eben diese Zusammenstimmung mit dem Accord der Quinte ab. Der dritte thut zu diesem Accord die Septime, ein Intervall, welches, wegen des Ueberganges von dieser Quinte in den Haupt-Ton, ohne dies schon unter dem Accorde der Quinte verstanden wird.

[83] Hierauf folget in dem vierten Tact die Harmonie des Haupt-Tones, welche ebenfalls wiederum einen ganzen Tact einnimmt.

Kan man wol glauben, daß diese in einer großen Entfernung von einander stehenden Zusammenklänge, da sie sich bey einer ganz langsamen Bewegung, kaum alle Tacte ablösen, geschickt seyn solten, die uns angebohrne heftige Begierde, nach einer abgewechselten mannigfaltigen Harmonie, zu sättigen, und zufrieden zu stellen?

Man darf indessen nur den Fortgang der Harmonie, auf die Num. 42. angezeigte Art beschleunigen, um den aus den Mangel der Bewegung der Harmonie entspringenden Mangel der Mannigfaltigkeit der Harmonie, schon durch diese kleine Aenderung einiger massen gehoben zu sehen.

Ist es schwer, und nur unter gewissen Bedingungen möglich, einem Componisten die Gesetze vorzuschreiben, wir weit er in dem Anfange eines jeden Stückes, die erste Zusammenstimmung von der zweyten, ohne der gesuchten Haupt-Wirkung der Musik Eintrag zu thun, entfernen könne; so lehret hingegen in der Folge eines jeden Stückes die Weite der ersten Abänderung der Harmonie, von dem Grund-Tone, die zweyte; die zweyte aber die dritte, und so fortan. Und wir fühlen schon mittelst des uns angeschaffenen allgemeinen Gefühles an den Fundamental-Fortschreitungen, wenn der Componist dawider sündiget, und anstatt das harmonie-begierige Verlangen zu sättigen, selbiges nur aufzieht.

Ohngeachtet in dem Num. 43. befindlichen Exempel der erste Schritt der herschenden Oberstimme, da nemlich die Quinte in dem Aufschlage des Tactes, in den Haupt-Ton geht, eine harmonische Fortschreitung ist, und sich der Componist hierdurch selbst die Nothwendigkeit aufleget, die Haupt-Bewegung in dieser Zusammensetzung in acht Theilen festzusetzen, so will ich dennoch hiermit eben nicht sagen, daß er auch die vielfache Harmonie, bey jedem Achttheile hätte nothwendiger Weise ändern müssen. Allein, da die erste Abänderung der zum Grunde gelegten Harmonie, in der Weite eines halben Tacts, von der Harmonie des Haupt-Tones entfernet ist, so ist es gewiß, daß der Componist schon pflichtig ist, auf das späteste bey jedem halben Tact, eine neue Harmonie hören zu lassen, und daß er, ohne den einmahl festgesetzten Gang der Harmonie zu unterbrechen, hierwider nicht fehlen dürfe. Weil aber der Componist allhier den Gesang nicht, zufolge des von der vorher empfundenen Harmonie erhaltenen Eindrucks, bestimmete, weil er vielmehr gar nicht das Absehen hatte, der allernothwendigsten Erforderniß der Musik, durch eine abgeänderte verschiedene [84] Harmonie, eine Gnüge zu thun, sondern sich begnüget, blos das Ohr durch eine Folge verschiedener einzelner Töne hinter einander einzunehmen, ohne sich im geringsten um die uns natürliche Fortschreitung der Harmonie, oder des Grundtones, zu bekümmern; so verfehlt er hier auch der nothwendigen Mannigfaltigkeit des Zusammenklanges, und ermüdet, bey dem Aufschlage des zweyten Tacts, das Ohr mit einer und eben derselben schon abgenutzten Harmonie oder Zusammenstimmung.

Die nothwendige Verschiedenheit in der vielfachen Harmonie, würde nach der Anlage eben dieses Gesanges, ohne Zwang, ohngefehr auf diese Art eingeführet worden seyn. Num. 44.

Läßt sich die Unvollkommenheit dieser Folge verschiedener Töne nicht vornemlich darinnen empfinden, weil sie keine genugsam verschiedene oder mannigfaltige Harmonie aufweiset, welche geschickt wäre, die natürliche Bewegung der Seele, und die Unruhe des Gemüths zu unterhalten? Num. 45.

Und was anders konnte den Componisten zu diesen Fehlern verleiten, als die Meynung, seiner Pflicht ein Gnüge gethan zu haben, wenn er blos einzelne Töne, ohne Absicht auf ihre Harmonie oder Zusammenstimmungen, auf eine blos willkührliche Weise verbände, und aus diesen willkührlich verbundenen einzelnen Tönen, in einer einzelnen Stimme, einen Zusammenklang erzeugte?

Man räume anietzt die Ursache dieser Unvollkommenheit aus dem Wege, indem man den gar zu lange zurück gehaltenen Fortgang der eigentlich also genannten Harmonie beschleuniget, so wird die Zusammensetzung, in Ansehung der Haupt-Absicht, in Ansehung der Stillung unsers Verlangens nach einer mannigfaltigen Harmonie, weniger unvollkommen seyn. Num. 46.

Wenn auch gleich nicht alle Componisten auf gleiche Art wider die allerwichtigste Erfoderniß der Musik verstoßen, so ist dennoch gewiß, daß sie diesem Uebel um desto weniger entgehen werden, je weniger sie den Gesang aus der vorher empfundenen Harmonie herholen, und jemehr sie denselben, der Natur seines Ursprunges zuwider, hinwiederum nicht zu einer Wirkung, sondern zu einer Ursache des fortgesetzten Zusammenklanges machen.

Man darf aber nur auf die ersten Fortschreitungen der Harmonie des Haupt-Tones, und auf die einmal festgesetzte Bewegung desselben, Acht haben, um sowohl die wohl oder die übel beobachtete Mannigfaltigkeit der Zusammenstimmungen, als die in dem Fortgange des Grundklanges beobach[85]teten üblen Verhältnisse, in Ansehung der Unrichtigkeit der Bewegung desselben, zu fühlen und zu empfinden.

Wem fällt nicht der allhier verabsäumete Fortgang der Harmonie, oder des Grundklanges, und die eben daher entstehende Monotonie, in den Sinn? Num. 47.

Der Gang oder die Bewegung der abgeänderten Harmonie, wird allhier in vier Theilen festgesetzet, so daß in zween Tacten sechs Abänderungen vorhanden sind. Nun war sowohl die Zusammenstimmung des Haupt-Tones, als auch diejenige der Quinte desselben, in diesen zween Tacten, schon viel zu sehr abgenutzet, als daß wir mit dem Anfange des dritten Tacts, eine oder die andere noch einmahl, ohne einen geheimen Ekel oder Ueberdruß zu empfinden, gedenken könnten. Wir sind des fortgesetzten mannigfaltigen Zusammenklanges begierig. Der Componist hätte also schon bey dem Niederschlage des dritten Tacts auf eine solche Abänderung der Harmonie bedacht seyn sollen, welche sich von der vorhergehenden mehr unterschieden, und ihm zugleich den Stof zu der von derselben abhängigen Folge der einzelnen Töne, oder der Melodie, an die Hand gegeben hätte. Meines Erachtens hätte sich die bald darauf folgende Harmonie der Quarte des Haupt-Tons, in dieser Verbindung der unterschiedlichen Accorde, dazu recht gut geschickt, indem er nemlich die derselben zuständigen Klänge also verleget, und nach und nach hätte hören lassen, wie Num. 48. angezeiget ist.

Was war aber die Ursache, daß der Setzer, statt der uns erquickenden verschiedenen Harmonie, uns mit dem aus der Monotonie entstehenden Ekel und Ueberdruß belästiget? Etwa was anders, als weil er glaubte, sich der, bey dieser Zusammensetzung ihm obliegenden Pflicht, durch eine für sich selbst, und ohne Absicht auf die Harmonie, bestimmete Folge einzelner Töne, in einer einzelnen Stimme zu entledigen, ohne darauf bedacht zu seyn, unsern Hunger nach einer mannigfaltigen vielfachen Harmonie zu stillen?

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